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Schleie

Schleie

Die Schleie ist auch ein Vertreter aus der Familie der Karpfenfische.  Sie sind sehr tolerant gegenüber geringen Sauerstoffgehalten und hohen Wassertempera­turen. Meist findet man sie in Stillgewässern und langsam strömenden Flüssen und ihren Auebereichen, gern auch in Seen mit schlammigem Grund und einem hohen Pflanzenbestand.  Dem entsprechende Bedingungen finden sich vor allem im Bodensee-Untersee. Im Bodensee-Obersee finden Sie Schleien dagegen eher selten. Aber in den flacheren Seitengewässern des Vorarlberger Rheindeltas kommen sie schon in größeren Beständen vor. In solchen Bereichen erwärmt sich das Wasser ausreichend, denn 20° C sollten die Schleien bereits im Frühjahr für ihre Fortpflanzung haben – darunter läuft nicht viel. Die Bestands­entwicklung dieser wärmeliebenden Art ist aber im ganzen See positiv und wird durch den Klimawandel begünstigt.

 

Die bis zu 60 cm groß  werdenden Schleien werden hier am See oft viel zu wenig beachtet – zu unrecht. Denn sie sind sehr schön; die wunderbare olivgrüne Färbung mit oft goldenen Schimmer kann man außerhalb des Gewässers bewundern – wirkt doch edel, oder nicht?

 

Auch kulinarisch verdient die Schleie Beachtung. Ihrer Zubereitung sind kaum Grenzen gesetzt: Alle Rezepte für Karpfen eignen sich auch für Schleien, aber sie lassen sich auch mit Kräutern in der Folie  auf dem Grill schmackhaft zubereiten.